Menu

 

 

Enorm typsichere und leistungsstarke Limousin-Bullen wurden in Alsfeld angeboten, vorn der Körsieger Junior Pp von Stefan Kohlmann, Eiterfeld, den ein Züchter aus Mittelhessen ersteigerte.

 

 

 

 

 

 

Flotte Fleischrinder-Auktion in Alsfeld

Unmittelbar nach der Siegerehrung mit großem Schlussbild begann die Auktion der jahrgangsbesten Bullen beim Fleischrindertag. Jetzt sollte sich herausstellen, ob die Vorselektion gepasst und die Kandidaten den Anforderungen des Marktes entsprachen. Berechtigte Fragezeichen zum Marktverlauf waren sicherlich gegeben, wenn man die unbefriedigende Preisentwicklung für Schlachtvieh in den vergangenen Monaten, die nach wie vor erheblichen Einschränkungen durch die Restriktionsgebiete bei der Blauzungenkrankheit oder die durch zahlreiche Demonstrationen zum Ausdruck gebrachte Gesamtstimmung in der Landwirtschaft zusammenfasst.

Mit einer gewohnt starken Spitze warteten die Limousin-Züchter ein weiteres Mal auf und den Titel Körsieger erhielt der Jentil-Sohn Junior Pp, ein hochinteressant gezogener, sehr leistungsstarker Bulle mit allerbesten Exterieureigenschaften aus dem Zuchtbetrieb von Stefan Kohlmann, Eiterfeld. Ein aktiver Zuchtbetrieb aus Mittelhessen wird diesen Nachwuchsvererber in seinem Betrieb einsetzen. In Nordbayern ist die neue Heimat des Reservesiegers aus dem Betrieb Kohlmann, einem sehr harmonischen und ausgelegten Kerry-Sohn und in Nordhessen blieben die beiden reinerbig hornlos veranlagten Söhne von Leader bzw. Jensuis, die ebenfalls von Stefan Kohlmann angeboten wurden. In Sachsen wird der erstklassige Diego-Sohn vom Zuchtbetrieb Gries, Laubach, zum Einsatz kommen und in den Taunus geht die Reise für den mit ganz viel Harmonie und Leistungsbereitschaft ausgestatteten Sascha-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Pfeifer in Breidenbach. Ebenfalls zu den Spitzenbullen der Auktion zu zählen ist der reinerbig hornlos veranlagte Iron-Sohn von Manfred Schmidt, Gedern, der durch seine Harmonie im gesamten Körperbau auffiel und nach Südhessen verkauft wurde. Im weiteren Verlauf nutzten mehrere qualitätsbewusste Absetzererzeuger die Möglichkeit zum Einkauf, so dass auch der Limousin-Markt zügig geräumt wurde und am Ende ein Durchschnittspreis von 3.345 € zu verzeichnen war.

Bei mehreren Rassen waren im Rahmen der weiblichen Sonderkollektion erstklassige Tiere im Angebot. Den Spitzenpreis mit 3.400 € erhielt hier Ingmar Dietrich, Wehrheim, für seine mit bester Veranlagung ausgestattete Wagyu-Färse Selly und ein holsteinischer Züchter erwarb die sehr vielversprechende Precision-Tochter von Ulrich Heinz, Haunetal. Nach Niedersachsen ging der Weg für die bereits tragende, bestens entwickelte Iceberg-Tochter von Martin Bierwirth, Ottrau. Ein westfälischer Interessent sicherte sich die noch junge, bestens entwickelte Hannibal-Tochter von Hans Hildenbrand, Steinau. Komplett verkauft wurde die Gruppe der Fleckvieh-Rinder und hier war Gregor Meyer, Wehrheim, besonders erfolgreich, dessen Holly-Tochter Bruni PP einen neuen Besitzer in der Region Biedenkopf fand.

Das sehr gute Verkaufsergebnis bei den Fleischrinder-Bullen ist der Beweis für die gelungene Vorselektion der hessischen Züchter und die Anwesenheit zahlreicher Interessenten aus allen Regionen Deutschlands und darüber hinaus unterstreicht das positive Image, das sich die hessischen Züchter mit ihren Herden erarbeitet haben.

Grünhaupt, LLH Kassel